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Meldung der von Gesellschaftern genutzten Firmengegenstände und der erhaltenen Finanzierungen
mit Verordnung des Direktors der Einnahmeagentur ist am 02. August 2013 der neue Vordruck erlassen worden, mit welchem die Unternehmen, die von den Gesellschaftern und Angehörigen verwendeten Firmengegenstände und die von Gesellschaftern und nahestehenden Personen des Unternehmers bereitgestellte Finanzierungen und Einlagen zu melden haben. Im Folgenden sollen die wichtigsten Punkte der Verordnung erörtert werden

Werter Kunde,

mit Verordnung des Direktors der Einnahmeagentur ist am 02. August 2013 der neue Vordruck erlassen worden, mit welchem die Unternehmen, die von den Gesellschaftern und Angehörigen verwendeten Firmengegenstände und die von Gesellschaftern und nahestehenden Personen des Unternehmers bereitgestellte Finanzierungen und Einlagen zu melden haben. Im Folgenden sollen die wichtigsten Punkte der Verordnung erörtert werden:


Meldung der Gegenstände
Was soll gemeldet werden?
Es besteht eine Meldepflicht für solche Gegenstände, die den Gesellschaftern (nur natürliche Personen) oder den Angehörigen, egal ob in Italien oder im Ausland ansässig, während des Jahres 2012 zur Verwendung oder Nutzung überlassen wurden, wenn ein Unterschiedsbetrag zwischen dem dafür gezahlten (geringeren) Entgelt und dem (höheren) Marktwert oder dem gemeinen Wert für die Nutzung besteht. Die Pflicht besteht auch wenn solche Gegenstände vor 2012 zur Verwendung überlassen worden sind, die aber noch während der Steuerperiode 2012 genutzt worden sind.

Von der Meldepflicht ausgeschlossen sind unter anderem:
•    den Gegenstände, die dem Verwalter (Gesellschafter) bereitgestellt werden (gleich wenn sie als Sachbezug versteuert werden oder nicht);
•    die Gegenstände, die dem lohnabhängigen Gesellschafter oder dem freiberuflich tätigen Gesellschafter zur Verfügung gestellt werden, wenn diese als Sachbezug versteuert werden (z.B. Pkw, Wohnung);
•    die Gegenstände, die der Einzelunternehmer auch privat verwendet;
•    die Gegenstände für die öffentliche Nutzung, die trotz privater Verwendung voll abzugsfähig sind (z.B. der als Taxi zugelassene Pkw);
•    die den Gesellschaftern oder den Angehörigen gewährten Finanzierungen.

Keine Meldepflicht besteht auch für „sonstige Gegenstände“ deren Wert ohne MwSt. nicht den Betrag von 3.000 Euro übersteigt (im Wesentlichen handelt es sich um solche Gegenstände, die nicht Fahrzeuge oder Liegenschaften betreffen).

Wer ist von der Meldepflicht betroffen?
Die Meldepflicht betrifft:
•    den Einzelunternehmer;
•    die Personengesellschaften (OHG, KG);
•    die Aktiengesellschaften (GmbH, AG, KGaA);
•    die Genossenschaften;
•    die privaten Köperschaften und Vereine, aber nur für jene Gegenstände die zur Betriebssphäre gehören.
Voraussetzung für die Meldepflicht ist, dass die oben genannten Subjekte über eine Betriebsstätte in Italien verfügen.

Von der Meldepflicht ausgeschlossen sind hingegen:
•    die einfachen Gesellschaften;
•    die privaten Köperschaften und Vereine, die keine gewerbliche Tätigkeit ausüben;
•    die Gesellschaften, die im Ausland den Hauptsitz haben und über keine Betriebsstätte in Italien verfügen.

Innerhalb wann muss die Meldung erfolgen?
Die Meldung ist für die Steuerperiode 2012 spätestens bis 12. Dezember 2013 zu versenden. Für die Steuerperioden ab 2013 muss die Meldung bis zum 30. April des Folgejahres versendet werden.

Warum ist die Meldung vorgesehen worden?
Die Daten von den Firmengegenständen werden von der Agentur zur vollständigeren Erfassung aller Informationen für den sogenannten Einkommensmaßstab verlangt.

Wie soll die Meldung an die Agentur verschickt werden?
Die Meldung erfolgt in elektronischer Form.



Erhaltene Finanzierungen und Einlagen

Was soll gemeldet werden?
Die Meldepflicht betrifft die Beträge der Finanzierungen oder Einlagen und die persönlichen Daten der Gesellschafter (nur natürliche Personen) oder der Angehörigen des Einzelunternehmers, egal ob in Italien oder im Ausland ansässig, die dem Unternehmen Finanzierungen  oder Einlagen  während der Steuerperiode 2012 gewährt haben, egal ob diese im gleichen Jahr zurückbezahlt worden sind oder nicht.
Die Meldung betrifft nur Finanzierungen und Einlagen, die für den Betrag von mehr als 3.600 Euro vorgenommen werden. Diese Schwelle gilt dabei getrennt und zwar sowohl für die Finanzierungen als auch für die Kapitaleinlagen.
Von der Meldepflicht ausgeschlossen sind unter anderem alle Zahlungen, die dem Fiskus bereits bekannt sind, weil sie z.B. aus registrierten Urkunden hervorgehen (registriertes Darlehen, Obligationsdarlehen, Kapitalerhöhung).

Wer ist von der Meldepflicht betroffen?
Die Meldepflicht betrifft jene Subjekte, die eine gewerbliche Tätigkeit in Einzel- oder gemeinschaftlicher Form ausüben.



Innerhalb wann soll die Meldung erfolgen?
Die Meldung ist für die Steuerperiode 2012 spätestens bis 12. Dezember 2013 zu versenden. Für die Steuerperioden ab 2013 muss die Meldung bis zum 30. April des Folgejahres versendet werden.

Warum ist die Meldung vorgesehen worden?
Die Daten über die Geldmittel werden von der Agentur zur vollständigeren Erfassung aller Informationen für den sogenannten Einkommensmaßstab verlangt und die auch als Hinweis über die Leistungsfähigkeit natürlicher Personen gebraucht werden.

Wie soll die Meldung an die Agentur verschickt werden?
Die Meldung erfolgt in elektronischer Form.


Einige spezifische Punkte der Verordnung gelten noch immer als unklar. Wir hoffen, dass die Agentur der Einnahmen rechtzeitig zu diesen Punkten eine Aufklärung liefert.

Wir hoffen, dass es uns gelungen ist, Ihnen einen Überblick über die Neuigkeiten verschafft zu haben und stehen für eventuelle Rückfragen gerne zu Ihrer Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Palla  Knoll & Partner
 

 
 
 
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